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TARDOC
Tarif für ambulante ärztliche Leistungen
Per 1. Januar 2026 wurde TARDOC eingeführt. Die Einführung des neuen ambulanten Tarifsystems TARDOC bringt weitreichende Veränderungen mit sich, die auch unseren Fachbereich der Gastroenterologie betreffen und im Praxisalltag gut verstanden und korrekt umgesetzt werden müssen.
Im Hinblick auf die Einführung der ambulanten Pauschalen, Stand heute per 1. Januar 2029, hat die ZGGH die wichtigsten Informationen seitens FMH eingeholt:
- Der TARDOC basiert auf dem KOREG-Modell und dem INFRA-Modell
- Das KOREG-Modell betrifft eher die im Praxis-Bereich angewendeten Sparten, das INFRA-Modell eher die im ambulanten Spital Bereich angewendeten Sparten
- Das KOREG-Modell ist ein empirisches Modell; es wird aus RoKo-Daten und den Abrechnungsdaten der Ärzteeigenen Datensammlung berechnet
- Zur Berechnung der ambulanten Pauschalen werden Leistungsdaten der Spitäler verwendet
- Für das Monitoring und die Kostenneutralität werden Leistungsdaten der Krankenversicherer (Datenpool SASIS) verwendet
- Die Leistungsdaten aus der ärzteeigenen Datensammlung sind vorallem zur Plausibilisierung der Monitoring-Ergebnisse notwendig
- An die OAAT fliessen die Leistungsdaten der Krankenversicherer für das Monitoring und die Kostenneutralität und für Tarifauswertungen
- An die OAAT fliessen die Leistungsdaten der Spitäler für die Berechnung der Pauschalen
- An die OAAT fliessen Spital-Daten für die Berechnung des INFRA-Modells
- Die FMH berechnet das KOREG-Modell
- Es kann nicht abschliessend gesagt werden, auf welchem Modell die Leistungen der Gastroenterologen primär basieren (eher «KOREG oder «INFRA»); je nach Leistung wird entweder das KOREG- oder INFRA-Modell verwendet (zb. Endoskopie: INFRA-Modell)
Wichtig ist also sowohl die Lieferung der RoKo, also auch der Abrechnungsdaten der Ärzteeigenen Datensammlung, weil damit der TARDOC berechnet wird.
Elastographie der Leber: VA.30.0070
In jüngerer Zeit kommt es vermehrt zu Rückfragen von Krankenversicherungen bezüglich der Abrechnungsposition VA.30.0070 („Elastographie der Leber“).
Bei der Elastographie handelt es sich um ein etabliertes, nicht-invasives Verfahren zur präzisen Beurteilung der Lebergesundheit. Innerhalb weniger Minuten ermöglicht diese Untersuchung eine zuverlässige Einschätzung von Leberfibrose und -zirrhose, ohne dass eine Leberbiopsie erforderlich ist.
Seit Einführung des TARDOC ist die Abrechnung dieser Leistung ausdrücklich vorgesehen. Vor diesem Hintergrund sind die wiederholten Nachfragen zur Indikation und Abrechnung aus fachärztlicher Sicht nicht nachvollziehbar.